Skip to main content English

Mein Logbuch

„Mein Logbuch“ von Liesa J. Weiler-Wichtl, Verena Fohn-Erhold und Ulrike Leiss: So werden Kinder zu Expert:innen ihrer eigenen Gesundheit und Krankheit.

Hier geht's zur Einladung zur Buchpräsentation am 27. April 2026 im Jugendstilsaal der MedUni Wien, 16:00 – 18:00 Uhr.
 

„Mein Logbuch“ bietet nicht nur Informationen zum Nachlesen, sondern auch praktische Tipps, Platz für Fotos, Raum zum Malen und Schreiben sowie Orientierungshilfen für medizinische Behandlungen und das emotionale Erleben, welche gemeinsam mit dem psychosozialen Team erarbeitet werden. Komplexe und herausfordernde Themen werden damit (be-)greifbar und bewältigbar.

Angesichts der jährlich bei 2.200 Kindern im deutschsprachigen Raum gestellten Diagnose Krebs – und 35.000 Kindern in Europa –, die mit intensiven medizinischen Untersuchungen, Behandlungen und möglichen Nebenwirkungen konfrontiert sind, soll „Mein Logbuch“ als Orientierungs- und Bewältigungsmöglichkeit dienen. Das Quality Improvement Projekt „Mein Logbuch“ zielt darauf ab, psychosoziale Standards und Leitlinien in der Praxis zu realisieren, um so sicherzustellen, dass evidenzbasierte Empfehlungen Kinder und Jugendliche auch wirklich erreichen – altersentsprechend, kreativ und individualisiert. Durch eine enge Verbindung von Wissenschaft und klinischer Praxis im Verlauf eines mehrere Jahre dauernden Prozess wird das Logbuch künftighin kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei sollen mehrere Handlungsebenen gleichzeitig berücksichtigt werden – einerseits jene des interdisziplinär agierenden Gesundheitspersonals, andererseits die Perspektive der jungen Patient:innen.

Mit zahlreichen bereits entsprechend getesteten Kindern zeigt der Einsatz von „Mein Logbuch“ erste positive Ergebnisse hinsichtlich erlebter Expertise und emotionalem Wohlbefinden – zwei wesentliche Faktoren für eine resiliente Entwicklung. Ursprünglich für den Bereich der Onkologie entwickelt, ist das modulare Logbuch auch in anderen Bereichen der Pädiatrie anwendbar. Die Möglichkeiten der Erweiterung in Richtung spezifischer Themen und der Übersetzung in andere Sprachen unterstützen die Vision europaweit standardisierter und vergleichbarer psychosozialer Versorgungsangebote.

https://www.youtube.com/watch?v=-M7_cIuh1wQ