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Arbeitsweise

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Die Arbeitsweise der Psychosomatik gründet sich auf einer ganzheitlichen Sicht des Kindes, seiner Familie und seines Umfeldes.

Sie orientiert sich an der Entwicklung des Kindes, seinen familiären und außerfamiliären Beziehungen, sie beachtet gleichzeitig die Entstehungsbedingungen von Krankheit und Gesundheit, sie arbeitet präventiv, multiprofessionell und interdisziplinär und fühlt sich der Konvention über die Rechte des Kindes (UN-KRK 1990) verpflichtet.

Die Arbeitsweise der Pädiatrischen Psychosomatik beruht auf folgenden Säulen:

Zusammenwirken unterschiedlicher Berufsgruppen, verschiedene Blickwinkel und Herangehensweisen sowie Pluralität in den Methoden machen einen ganzheitlichen Zugang zu Patientinnen und Patienten und deren Umfeld möglich. Ein multiaxiales Gesamtbild der Patient:innen und deren Umfeld mit daraus folgenden Konsequenzen und Empfehlungen wird erarbeitet und vernetzt.

Nach innen: Sorgfältiger Austausch der Beobachtungen/Befunde unter möglichst entschleunigenden Bedingungen in gemeinsamer Sprache und gegenseitiger Wertschätzung bei klarer Definition und Abgrenzung der Kompetenzen. Klare Struktur der innerstationären Vernetzung.

Nach außen: Aktive Kontaktaufnahme mit Bezugspersonen bzw. Umfeld der Patientinnen und Patienten und prozessorientierte Einbeziehung in Beratung/Therapie. Austausch mit auswärtigen Betreuungs- und Lehrpersonen, Helfern, vor/während Aufnahme und bei Entlassung, bei Bedarf gemeinsame Helferkonferenzen.

Erkennen und Nutzen von Ressourcen/Stärken der Patient:innen und deren Umfeld; zumuten und ermutigen; Kompetenzen erkennen, Lebensfreude wecken, Erlebnis, Spaß und Spiel. Erkennen und Nutzen von Ressourcen/Stärken der Mitarbeiter:innen, Feedback und gegenseitige Wertschätzung/Anteilnahme, gemeinsame Fest- und Feierkultur.

Für Diagnostik und Therapie der einzelnen Krankheitsbilder werden die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) herangezogen.

Die Diagnostik erfolgt multiaxial, nach ICD 10 der WHO. Alle Berufsgruppen sind daran beteiligt, und zwar durch fachspezifische diagnostische Schritte (zum Beispiel fachärztliche Untersuchung, psychologische Tests und Interviews, Screenings), durch Beobachtungen (einzeln, in der Gruppe, bei Eltern-/ Familiensitzungen) und/ oder durch Recherchen.

Ebenso ist die Behandlung multimodal, in verschiedenen Settings und seitens unterschiedlicher Berufsgruppen angelegt („Multimodale integrativen Kindertherapie“). Sie bezieht Quellströmen aus der (Sonder-)Pädagogik, der Sozialarbeit, der Medizin (Pädiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie), der Klinischen und Gesundheitspsychologie, der (Psycho-)Therapie und der Gesundheits- und Krankenpflege des Kindes- und Jugendalters.

Die Arbeit an und mit den Patient:innen ist beziehungsorientiert ausgerichtet. Durch die klare Zuordnung zu Bezugspersonen (Fallkoordinator:in, Kleinteam) wird eine intensive heilpädagogisch-therapeutische Beziehung zur Patientin / zum Patienten möglich; diese ist wesentliches Element und Motor aller Veränderungsschritte.