Gefördert vom FWF Programm Einzelprojekte
PI: Lisa Bartha-Doering
Kooperationspartner: Christoph Reuter (Universität Wien), Judit Gervain (Universität Padua, Italien)
Laufzeit 2026-2029
Neugeborene kommunizieren durch ihr Schreien, wenn sie Aufmerksamkeit wollen, Hunger oder Schmerzen haben. Schon vor der Geburt können Babys Sprache im Mutterleib wahrnehmen, und obwohl sie nach der Geburt noch nicht sprechen können, gibt es Hinweise darauf, dass sich diese Höreindrücke im Mutterleib in ihren ersten Lautäußerungen widerspiegeln könnten. Dieses Forschungsprojekt untersucht, ob sich das Schreien von Neugeborenen je nach der Sprachumgebung im Mutterleib unterscheidet und ob Erwachsene diese Unterschiede unbewusst in ihrem Gehirn wahrnehmen.
Das Projekt trägt dazu bei, besser zu verstehen, wie früh sich sprachliche Strukturen entwickeln und welche Rolle die Sprachumgebung bereits im Mutterleib spielt. Die Ergebnisse können unser Wissen über die früheste menschliche Kommunikation erweitern und neue Einblicke in die Entwicklung von Sprache und Gehirn liefern. Langfristig könnten sie auch dazu beitragen, die frühe Sprach- und Gehirnentwicklung von Kindern besser zu verstehen und neue Ansätze für die Förderung der Sprachentwicklung zu schaffen.